Einleitung

Das Thema der Bonuskürzungen bei Arbeitsausfallzeiten hat durch ein neues Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) erneut an Relevanz gewonnen. Insbesondere die zeitanteilige Kürzung erfolgsabhängiger Boni bei Arbeitsausfall wirft zahlreiche Fragen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf. In diesem Artikel beleuchten wir die Konsequenzen dieses Urteils für das Jahr 2026 und darüber hinaus. Kläre jetzt, ob Dein Unternehmen gut darauf vorbereitet ist oder ob Anpassungen nötig sind, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

1. Arbeitgeber dürfen variablen Bonus zeitanteilig kürzen

Der Kern des neuen BAG-Urteils besagt, dass Arbeitgeber variable, arbeitsleistungsbezogene Boni bei Ausfallzeiten grundsätzlich zeitanteilig kürzen dürfen. Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Gesamtbetriebsvereinbarung keine abschließenden Ausnahmen vom Grundsatz „Ohne Arbeit kein Lohn“ vorsieht. Weitere Informationen findest Du in den aktuellen arbeits- und sozialrechtlichen Entscheidungen.

2. Fehlende Regelungen zu Ruhenstatbeständen führen zu Kürzungen

Verfügt eine Bonusregelung über keine klaren und abschließenden Regelungen zu Ruhenstatbeständen und Leistungsstörungen, besteht kein Anspruch auf ungekürzte Bonuszahlungen für Zeiten ohne tatsächliche Arbeitsleistung. Dies betrifft zum Beispiel Krankheitszeiten, Elternzeit oder unbezahlte Freistellungen. Als Unternehmen solltest Du Deine bestehenden Regelungen daher genau unter die Lupe nehmen und klarstellen, welche Ausfallzeiten bonusunschädlich sind. Mehr zu relevanten Urteilen und Gesetzesänderungen im Bereich Arbeitsrecht findest Du auf LTO.

3. Prüfung und Anpassung der Bonusregelungen dringend erforderlich

Unternehmen sind gut beraten, ihre Bonus- und Zielvereinbarungssysteme sowie Gesamtbetriebsvereinbarungen kurzfristig daraufhin zu überprüfen, welche Ausfallzeiten als bonusunschädlich gelten sollen. Dies hilft, potentielle Rechtsstreitigkeiten und Probleme mit der Gleichbehandlung von Mitarbeitern zu vermeiden. Die genaue Kenntnis der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen und eine präzise Regelungspraxis sind dabei Schlüssel zum Erfolg.

Fazit

Das neue BAG-Urteil bringt weitreichende Konsequenzen für variable Vergütungssysteme in Unternehmen. Die präzise Definition von Ausfallzeiten in den Gesamtbetriebsvereinbarungen und Bonusregelungen ist wichtiger denn je. Stelle sicher, dass Dein Unternehmen alle Anforderungen erfüllt und sich gegebenenfalls anpasst, um Rechtsstreite zu vermeiden und weiterhin faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Hast du Fragen?

Benötigst Du Unterstützung im Umgang mit den neuen Regelungen? Kontaktiere uns für eine kostenlose Erstberatung über check-recht.de. Unsere Experten stehen Dir gerne zur Seite.